Samenfeste Sorten

Warum samenfestes Saatgut?

Der heutige Saatgutmarkt wird dominiert von F1 Hybriden. Weltweit beherrschen nur wenige große Saatgut- und Chemiekonzerne den Saatgutmarkt. Das bedeutet auch, dass diese viel bestimmen und lenken können.

Deshalb ist es so wichtig unabhängige Organisationen zu unterstützten bzw. selber Saatgut vermehren, um die Abhängigkeit von den multinationalen Firmen zu mindern.

 

SAMENFEST bedeutet, dass die Eigenschaften der Sorte im Nachbau die selben sind wie die der Elten. Im Gegensatz zu F1-Hybriden, bei der Züchtung wurden die besten Eigenschaften von Mutter und Vater genommen und somit eine Hybridsorte gezüchtet. Die Nachkommen der Hybridsorte können sich unterscheiden und haben nicht die selben Eigenschaften, da es wieder zur Aufspaltung der „guten“ Eigenschaften kommt (Mendelsche Regel – wer sich an den Biologie-Unterricht noch erinnern kann 😉 )

 

Wie erntet man eigenes Saatgut?

Am einfachsten sind Tomaten und Paprika. Bei denen entnimmt man die Samen und trocknet diese. Bei Tomaten gibt es noch die Möglichkeit der Nassgärung, dabei werden die Samen für ca. 3 Tage in Wasser eingelegt. Währenddessen löst sich das Gelat, kann abgegossen werden und die Samen können getrocknet werden.

Von Wurzelgemüse wie etwa Karotte und Pastinake kann erst im 2. Jahr Saatgut genommen werden.  Ebenso bei Salaten, diese bilden im ersten Jahr die Blätter und im 2. Jahr bzw. nach Blüteninduktion (kann bei zu hohen Temperaturen bzw. einer Überschreitung gewisser Tageslänge passieren sogenanntes Schossen).

Saatgut lagern

Damit Saatgut so lange wie möglich hält ist eine trockene und lichtarme Lagerung wichtig.

Saatgut Tauschbörsen

Deutschlandweit haben sich immer mehr Saatgut-Tauschbörsen

Vereine, die altes Saatgut vermehren:

  • Arche Noah e.V., www.arche-noah.at
  • VERN Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e.V.
  • Pro specie rara http://www.prospecierara.de/de/home

Säe und ernte Vielfalt“

Sorten von Pro specie rara:


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