Kürbisgewächse

Sommer- und Winterfreuden

Zu den Kürbisgewächsen, auch Curcubitaceae genannt, gehören natürlich die Kürbisse, außerdem Zucchini, Gurken und Melonen (Cucumis melo und Citrullus lanatus). Die Melonen werden als Obst verzehrt, aber als Gemüse angebaut. Zuckermelonen keimen schnell, sind aber sehr empfindlich gegenüber niedrigen Temperaturen, weil sie ursprünglich aus den Tropen und Subtropen kommen. In Asien gibt es auch Gemüsemelonen, die ähnlich wie die Gurke gegessen wird (auch sauer eingelegt).

Wir bevorzugen dann doch die süßen Varianten, die Cucumis melo. Dort gibt es wieder eine große Sorten und Formenvielfalt:

Netzmelone, Kantalop-Melone, Charantais, Galia-Typ, Tendral-Typ

Die Wassermelone, Citrullus lanatus, braucht nicht soviel Wasser wie es der Name vermuten lässt. Im Gegenteil, sie wurzelt tief in den Boden und nutzt so Bereiche, zu denen andere Pflanzen nicht wurzeln können.

In 2016 haben wir das erste Mal Melonen angebaut. Es ist unglaublich gut in die saftige, fruchtige Melone zu beißen, wenn es gefühlt 40 Grad hat 🙂

 

 

Winterfreude

Für uns Gemüse-Liebhaber darf der Kürbis, Cucurbita, natürlich nicht fehlen. Es ist das Gemüse, dass uns Farbe und Geschmack über die kalten fristen Wintertage schenkt!

Der beliebteste Kürbis ist der Hokkaido-Kürbis (Cucurbita maxima). Er ist unkompliziert zu kochen, einfach mit Schale (bio!) kleingeschnitten in den Topf geben, etwas Flüssigkeit und Gewürze dazu => pürieren und fertig!

Es gibt auch noch weitere interessante Kürbisse wie etwa den Butternut-Kürbis, dieser gehört zu den Moschuskürbissen.

 

 

Gurkenvielfalt

Die Gurken gehören auch zur Familie der Kürbisgewächse und brauchen meist ein Klettergerüst, um sich voll entfalten zu können. Die Essiggurken kann man auch auf Mulch am Boden wachsen lassen.

Bei den Gurken gibt es eine große Vielfalt und Größen:

Die Salatgurke ‚Tanja‘ wird ca. 35 cm lang

Die Feldgurke ‚Marketmore‘ wird ca. 25 cm lang und ist  tolerant gegenüber Falschen und Echten Mehltau.

Ich nenne die Gurke gerne Diva. Sie sind nämlich generell anfällig gegenüber Pilzkrankheiten, deshalb ist es besonders wichtig Sorten zu wählen, die eine Toleranz gegenüber dieser Krankheiten vorweisen.

Mit einem Gurkengeschmack, aber dem Aussehen einer Mini-Wassermelone gefällt mir Melothria besonders. Diese Cocktailgurke sieht nicht wunderbar aus, sondern ist in heißen Sommern ein erfrischender Snack für zwischendurch.

 

 

Zucchini, Cucurbita pepo

Ebenso frostempfindlich wie Gurke & Co. und deshalb erst nach den Eisheiligen pflanzen. Die Zucchini wird bis zu 1 Meter breit, deshalb ist bei der Pflanzung auf genügend Platz zu achten. Den höchsten Nährstoffbedarf und Wasserbedarf hat die starkzehrende Zucchini während des Fruchtwachstums. Empfindlich ist das Kürbisgewächs gegenüber Echten Mehltau, der gegen Mitte Juli sein Erscheinen zeigt. Präventiv sind Pflanzenstärkungsmittel möglich.

Eine regelmäßige Ernte ist dringend notwendig, da die Früchte innerhalb von 24 Stunden ein großes Wachstum hinlegen. Große Früchte an der Pflanze schwächen diese und hemmen neue Fruchtbildung. Am besten die Zucchini mit ca. 15-20 cm ernten.

Besondere Sorten: Auslese Sativa – gelbe Schale, Runde von Nizza, kugelförmig & hellgrüne Schale, helle längliche Albarello di Sarzana, grün-weißgestreifte Costates Romanesco

Blütenphysiologie: ist dir aufgefallen, dass an der Zucchini zwei verschiedene Blüten blühen? Die langestielte ist die männliche Blüte, die weibliche Blüte hingegen besitzt einen größeren Fruchtknoten.

 

 

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