Ausflug zum Bio-Beerenhof

[Unbezahlte Werbung für mehr Vielfalt]

Auf dem Weg in meine Heimat mussten wir einen alternativen Landweg fahren und durch diesen Zufall erblickten wir das Schild „Bio-Beeren Hof in 200 m rechts abbiegen“. Besonders fasziniert hat mich, dass es so abgeschieden und in einer Region, die für grüne Wiesen und weidende Kühe und nicht für Beerenanbau geschweige den Biobeerenanbau steht, es solchen gibt. Voller Vorfreude folgten wir dem Schild. Das Marketing hat gewirkt. Wir sind nach 200 m abgebogen und kamen auf eine kleine Straße… „Wo ist denn nun der Hof?“ Ich war irgendwie verwirrt. Es sah nach einer gewöhnlichen Siedlung aus. Aber nach weiteren 200 m kamen wir an einer Gabelung zum nächsten Schild und wie aus dem nichts – stand er da – „der Beerenhof“. Begrüßt hat uns ein großer Hund und eine Frau, später erfuhren wir, dass sie die Frau des Betriebsleiters Franz ist.

An dem Beerenstand kann man gepflückte Heidelbeeren kaufen, wir entschieden uns aber für die Selbstpflücke, weil das Preis-Leistungs-Verhältnis besser ist 😊 Die Mindestabnahme ist 1 kg Heidelbeeren pro Person, die kann man aber super einfrieren oder verbacken.

Die Heidelbeeren hatten seit wenigen Tagen „Pflückreife“ und die Äste mussten die vielen, vielen Heidelbeeren tragen und arbeiteten gegen die Schwerkraft. An der Größe der Beeren erkannte man, dass es sich um unterschiedliche Sorten handelte.

Innerhalb kürzester Zeit hat man das Gewicht geerntet, weil die Pflanzen wirklich gut vollhängen.

Am Stand erblickte ich noch einen Flyer des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Mit Hilfe der Förderung des Ministeriums und dem BÖLN wurde ein Netzwerk aus 240 Biohöfen in Deutschland gegründet. Diese Höfe nennen sich „Demonstrationsbetriebe“ – der Bio-Beerenhof von Franz ist einer von Ihnen. Die Betriebe erklären sich bereit ihr Wissen über Hofführungen und Veranstaltungen an Interessierte weiter zu geben und somit Bildungsarbeit zu betreiben.

BEEREN SAISON

Kurz vor der Heidelbeeren Ernte waren noch die Erdbeerfelder zur Selbsternte an zwei Standorten in der Nähe geöffnet. Am Beerenhof in Obing (Chiemgau) selbst gibt es keine Erdbeeren. Ab Mitte August beginnt die Himbeeren Ernte, außerdem kann man am Hof noch einiges an Tieren beobachten.

Wie zum Beispiel das Kunekune Schwein. Ich wurde erst darauf aufmerksam nachdem ich mit Gabi Eitzinger über die „Alternative Beikrautregulierung“ gesprochen habe. Im Biolandbau werden gewöhnlicherweise mit Traktoren und unterschiedlichen Anbaugeräten das „Unkraut“ im Griff gehalten. Bei den Beeren ist es aber schwierig und deshalb haben die Eitzingers bisher das Gras wachsen lassen. Auf meinem Vorschlag doch Schafe zu verwenden meinte Sie, dass sie sich dieses Jahr Kunekune Schweine besorgt hätten und diese nicht wühlen sondern Grasfressen würden. Erst dann habe ich im Geflügelgehege unter einem Anhänger zwei ruhende Schweine gesehen.

Wer selbst Vitaminbomben pflücken will, dem kann ich einen Ausflug zum Bio-Beerenhof vom Franz nur empfehlen!

Erntezeiten und weitere Informationen unter www.beeren-vom-franz.de

Du willst auch einen Biohof in deiner Nähe besuchen?

Die Adressen der Demonstrationsbetriebe sind auf der Seite von BÖLW online verfügbar.††

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